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Ankündigung zum Projekt des Naturparks Niederlausitzer Landrücken „Ergebnisübertrag IAWAK-EE auf Flächen in der Gemeinde Heideblick“

Ankündigung zum Projekt des Naturparks Niederlausitzer Landrücken  „Ergebnisübertrag IAWAK-EE auf Flächen in der Gemeinde Heideblick“ (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Ankündigung zum Projekt des Naturparks Niederlausitzer Landrücken „Ergebnisübertrag IAWAK-EE auf Flächen in der Gemeinde Heideblick“

Bearbeiter FIB e.V, Finsterwalde


Erarbeitung von Maßnahmenvorschläge zur Minderung von Folgen der Klimaänderung in der Gemeinde Heideblick.


Der Klimawandel ist vor Ort zu beobachten: die Temperaturen sind über die letzten beiden 30jährigen Zeitperioden bereits um mehr als 1,5 Grad angestiegen. 
Zugleich haben die Extreme zugenommen – waren die letzten Jahre eher besonders trocken, ist es in diesem Jahr ungewöhnlich feucht. Welche Maßnahmen 
stehen den Landnutzern in der Region zur Verfügung, um besser auf die Veränderungen reagieren zu können?
Im Auftrag des Naturparks Niederlausitzer Landrücken wird das Forschungsinstitut 
für Bergbaufolgelandschaften e.V. diesen Fragen in den nächsten Monaten in der 
Gemeinde Heideblick nachgehen. Hierbei werden räumlich konkrete Vorschläge 
für die Klimaanpassung außerhalb von Schutzgebieten und Siedlungen erarbeitet. 
Das Projekt ist eine Ergebnisanwendung des laufenden Projektes IAWAK-EE 
(Informationsgestützte antizipative wasserhaushaltsbasierte Anpassung an den 
Klimawandel Elbe-Elster), das im Landkreis Elbe-Elster angesiedelt ist und vom 
Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird.


IAWAK-EE ist eine von sechs Modellregionen innerhalb Deutschlands, die sich mit 
den regionalen Folgen des Klimawandels beschäftigen und entscheidungsrelevantes Wissen für Kommunen und Regionen erarbeiten. Dabei steht der Landkreis 
Elbe-Elster stellvertretend für die dürregefährdeten Regionen Deutschlands. 
Durch die zunehmenden Lufttemperaturen und geringen Niederschlagsmengen 
kommt es in den für das Pflanzenwachstum wichtigen Monaten Mai bis September immer häufiger zu Wassermangel in Böden und Gewässern.

 

Satellitenbilder zeigen anhand von Thermalbildern, wo die Überwärmung besonders deutlich ist. Hinzu kommen die durch Menschen verursachten Veränderungen der Landschaft wie die Entwässerung von Acker- und Forstflächen, der 
Braunkohlenbergbau sowie die großräumigen Kiefermonokulturen, die einer Anreicherung von Grundwasser in den Wintermonaten entgegenstehen.


Um diese Herausforderungen zu bewältigen, wurden im Projekt IAWAK-EE Maßnahmen entwickelt, die den Wasserrückhalt in der Landschaft stärken und zur 
Landschaftskühlung beitragen. Wird mehr Niederschlagswasser in der Fläche 
zurückgehalten, kann dieses durch geeignete Vegetation später verdunstet werden und so die Landoberfläche tagsüber abkühlen. Die Wirkung und Kosten der 
Maßnahmen wurden anschließend quantifiziert, um unterschiedlich Handelnde in 
ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen.


Weitere Informationen zum Projekt IAWAK-EE finden Sie unter
https://www.iawak-ee.de/.


Die Erkenntnisse sollen nun auf die Landschaft der Gemeinde Heideblick übertragen und angepasst werden. Dazu werden ausschließlich Satelliten- und Geodaten 
ausgewertet und die Wirkung der Maßnahmen mithilfe eines Modells abgeschätzt. 
Die Ergebnisse werden voraussichtlich im November diesen Jahres in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt.
 

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